Facebook-Hacking – ist nun endlich Schluss damit?

By | 18 December 2018

Seit der Entstehung des Internets wird vor den Gefahren gewarnt, die damit zu tun haben. Identitätsverlust oder Sucht wurden durch Fallstudien belegt, Gerüchte gesponnen und Geschichten erzählt. Natürlich ist auch das Hacking schon immer ein großes Thema in der Geschichte des Internets gewesen. Denn seit „die Bösen“ herausfanden, dass man durch das Hacken von Servern, Websites oder Accounts sozialer Netzwerke nicht nur Spaß haben kann, sondern auch durch die Verwendung persönlicher Daten Geld verdienen kann, wurde daraus ein großes Geschäft.

Den Problemen hat man immer wieder versucht entgegenzuwirken. Datenschutz, Nutzerrechte und regelmäßig überarbeitete Richtlinien sollten dazu führen, dass die Privatsphäre gewahrt werden kann. In Bezug auf das Hacking wurden immer mehr Sicherheitslücken gestopft, Firewalls gebaut. Zugegebenermaßen sorgt dies auch jetzt für viele Arbeitsstellen in Abteilungen für IT-Sicherheit. Trotzdem haben die Probleme überhandgenommen und sorgen fast überall für Aufregung.

Doch was ist der Grund für die Unruhen? Bei Facebook gab es mehrere Wellen von Versuchen, massenhaft Facebook Accounts zu hacken. Aber auch in der Zwischenzeit zwischen diesen Peaks wurde viel Unfug getrieben. Nutzer des Internets sind jedoch mittlerweile noch besser aufgeklärt über die Gefahren, die der Verbreitung persönlicher Daten im Internet folgen können. Auf der einen Seite sind dies harmlose Aktionen wie Werbung. Zugeschnittene Werbung kann zunächst einmal unheimlich sein und man fragt sich, ob einem die Gedanken direkt ausgelesen werden. Zum einen erleiden wir dadurch keinen Schaden. Auf der anderen Seite muss man jedoch trotzdem das Problem daran erkennen: Die Konsumsucht kann durch solche Methoden noch stärker angetrieben werden, unterschwellige Armutsprobleme werden zum Massenphänomen und die Manipulation des Nutzers wird noch stärker. Trotz der dramatisch klingenden Worte stecken auch hinter dieser Theorie Fakten, welche auf sich wiederholende und nicht selten auftretende Fälle deuten.
Auf der anderen Seite sind wir natürlich keine Forscher mehr auf dem Gebiet des Internets und seiner Möglichkeiten. Online zu gehen bedeutet für uns nicht Erkunden, sondern die bekannten Möglichkeiten zu nutzen. Wir wissen über die vielfältigen Gefahren, Möglichkeiten und Tricks. Dadurch kennen wir auch genug Fälle, in denen der Verlust der Privatsphäre durch Lücken im IT-System von Websites oder durch eigenes Verschulden hervorgerufen wurde. Auch die Folgen sind bekannt. Viele Menschen sind durch Cybermobbing zum Selbstmord motiviert worden, durch Hacking wurden falsche Gerüchte verbreitet und dadurch soziale Beziehungen zerstört oder banale Einladungen zu einer Party auf Facebook haben zu Massenansammlungen von Menschen geführt, die in Randalen und Sachschäden endeten.

So vielfältig die verschiedenen Mittel sind, die das Internet bietet und so hilfreich es auch ist: Der Gefahren gibt es mindestens genauso viele. Facebook hat nun einen neuen Service ins Leben gerufen, welcher einer extrem gefährlichen Problematik entgegenwirken soll: Politische Beeinflussung und Manipulation. Facebook möchte legale US-Kampagnen vor Einflüssen während der Zwischenwahlen schützen. Dieser neue Service zielt darauf ab, die Accounts der User zu schützen, indem die Mitarbeiter der Kampagnen eine doppelte Authentifizierung aufstellen können. Zudem sollen Hacking-Versuche erkannt werden und anschließend Gegenmaßnahmen unternommen werden.

Diese Dienstleistung wird für eine ausgewählte Gruppe von politischen Operatoren, hauptsächlich Kandidaten der Wahl sowie Repräsentanten politischer Parteikomitees oder ähnlichen Mitarbeitern, verfügbar gemacht. Diese haben auch die Möglichkeit, einen selbst erkannten Hacking-Versuch zu melden, wenn er nicht von Facebook selbst registriert werden konnte.
Auf vielen sozialen Netzwerken lauert das Problem der politischen Beeinflussung. Auch Bots, welche dann automatisch Posts und Beiträge verfassen und damit einen Schneeballeffekt hervorrufen können, kommen häufig vor. Man kann oft nicht einmal feststellen, wie oft dies tatsächlich passiert. In diesem Fall wäre jedoch die Ausnutzung der Autorität von Politikern oder Repräsentanten für die Propaganda und Beeinflussung der öffentlichen Meinung das Schlimme gewesen. Facebook hat nun diesen Schritt unternommen, um in Zukunft diese Form der Manipulation zu minimieren und für Neutralität sowie Fairness zu sorgen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *